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Freitag, 2. Dezember 2016

In Schweinchenrosa auf Käsejagd



Vermutlich bin ich die einzige Frau in Deutschland, die diese Pullover immer noch trägt :-) Vor einigen Jahren gab es ihn bei H&M in der Lana del Rey-Kollektion und man sah ihn gefühlt überall. Inzwischen ist es sowohl um Lana del Rey als auch um den Pullover ruhig geworden, aber ich mag ihn immer noch. Der Rest der Familie ist zwar der Meinung, dass ich darin aussehe wie ein Marzipanschweinchen. Wenn`s weiter nix ist: Schweinchen sind irgendwie niedlich und Marzipan mag ich sowieso. Um allerdings nicht ganz tief in der Niedlichkeits-Falle zu landen, habe ich einfach eine schwarze Lederhose dazu kombiniert. Und meine geliebten Punktesocken zu den roten Lack-Brogues. Die sind noch weit älter als der Pullover. Bordeauxrot ist eh jeden Herbst wieder angesagt, allerdings immer unter einem neuen Namen.

Als diese Bilder entstanden, war ich allerdings weder auf Schweine- noch auf Marzipanjagd, sondern auf der Jagd nach Käse. Genauer gesagt auf der Jagd nach dem Fahrenholzer Käsetopf aus der Käserei Fehling. Das ist eine kleine Landkäserei zwei Dörfer weiter, die Käse aus der Milch von glücklichen Kühen herstellt. Die Kühe sind tatsächlich glücklich und es sind auch nur einige wenige. Wenn Milch alle, kein Käse mehr.  Den Käse kann man aussschließlich in der Käserei selbst kaufen. Und im Automaten beim Bauernhof im gleichen Dorf. Der verkauft nämlich nicht nur die Milch an der Milch-Tankstelle, sondern auch einige andere Produkte aus dem Dorf. Unter anderem den Käsetopf. Ohne den können meine Kinder nämlich nicht mehr leben. Es handelt sich um in Öl eingelegten Käse mit Knoblauch und Rosmarin. Das Zeug wird im Hause W. in Massen gefuttert und ist immer dann alle, wenn die Käserei gerade geschlossen ist. Also pilgern wir in regelmäßigen Abständen zum Automaten.

Hofläden gibt es hier viele, aber die Öffnungszeiten kann sich wirklich kein Mensch merken. Der eine Hofladen ist nur vormittags geöffnet und samstags gar nicht. Der nächste nur von Donnerstag bis Samstag, dafür aber bis 17 Uhr. Und der dritte ist ausgerechnet dienstags, wenn ich regelmäßig dran vorbeifahre, geschlossen. Da ist ein 24-Stunden-Automat schon praktisch.

Ich kaufe nämlich unheimlich gern in Hofläden ein. Zum einen haben die immer frische Ware, zum anderen total leckere Dinge, die man anderswo nicht bekommt und drittens haben die Besitzer von Hofläden die leckersten Rezepte auf Lager. Ich war daher ganz schön überrascht, als ich kürzlich in einer Pressemitteilung des Bauernverbandes las, dass Hofläden zwar voll im Trend liegen, aber die Läden immer weniger Umsatz machen. Auf Blogs beispielsweise lese ich oft, dass auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen eingekauft wird. Wobei ich mir das Einkaufen im Hofladen durchaus problematisch vorstelle, wenn man in der Stadt wohnt. Da gibt es nun mal keine Hofläden an jeder Straßenecke. Und wie gesagt: Die Öffnungszeiten sind manchmal schon gewöhnungsbedürftig.

Wie sieht das bei Euch aus? Kauft ihr in Hofläden? Auf dem Wochenmarkt? Oder doch lieber im Supermarkt?








Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 30. November 2016

Looking rich for less

So lautete die Titelzeile auf der letzten Instyle, auf die kürzlich beim Wochenend-Einkauf im Supermarkt mein Auge fiel. Ich lese Titelzeilen ganz oft unbewusst im Vorbeigehen. Und war eigentlich schon auf dem Weg zur Kasse, da signalisierte plötzlich Großhirn an Kleinhirn das große Fragezeichen. Hä? Was will die Instyle mir mit dieser Titelzeile sagen? Also flugs umgedreht, Heft eingepackt und zuhause durchgeblättert. Ein wenig Suchen war nötig, dann hatte ich sie vor mir, die Bilderstrecke mit Outfits zum Thema: „Sie sehen nach Jetset-Budget aus, aber kosten nicht so viel“.

Lassen wir die Bling-Bling-Klamotten der drei Seiten jetzt einfach mal weg, denn die waren irgendwie sehr durchschnittlich Bling-Bling. Aber warum zur Hölle sollte frau jetzt bitteschön reich aussehen?

Am Anfang reichte es, wenn wir wenigstens gertenschlank waren. Size Zero war nicht dringend nötig, aber alles jenseits der 36 war irgendwie - aus der Fassung geraten? Schlank war wichtig. Und ist es immer noch, machen wir uns mal nix vor.

Dann sollten wir möglichst jung aussehen. Obwohl wir alt sind. Und bevor sich jetzt entrüstetes Gemurmel erhebt: Alles jenseits der 40 ist in den Augen einer durchschnittlichen Instyle-Redakteurin vermutlich alt. Und ehrlich gesagt - als ich 25 war, erschienen mir Frauen über 40 oder gar über 50 auch ganz furchtbar alt. So alt, wie ich nie werden würde. Nu isses doch passiert. Schieben wir das Wort "alt" also auf die Überheblichkeit der Jugend und behandeln es nachsichtig. Trotzdem bleibt: Die äußeren Zeichen des Alterns, vulgo Falten, will keiner so wirklich. Der eine schließt trotz allem seinen Frieden mit ihnen, der andere bekämpft sie bis aufs Messer. Oder mit dem Messer. 

Und nun sollen wir neben schlank und jung auch noch reich aussehen? Warum? Mich überfordern ja schon die ersten beiden Punkte, beim dritten kapituliere ich. Ich bin nämlich nicht reich. Und ich wüsste auch nicht wirklich, warum ich den Eindruck erwecken sollte, es zu sein. Damit meine Freunde denken, ich habe plötzlich den großen Lottogewinn eingestrichen? Nee, lass mal. Das weckt Begehrlichkeiten, die ich nicht bedienen kann.

Andererseits ist „reich aussehen“ scheinbar durchaus ein Thema. Vor ein paar Wochen gab es auf Journelles eine Diskussion über Fakes. Und ich fragte mich beim Lesen, warum sich Fakes so gut verkaufen. Also die Fakes, von denen man schon beim Kauf weiß, dass es welche sind. Und die man kauft, weil man sich die Original-Ausgabe nicht leisten kann. Mir fallen da auf Anhieb zwei Gründe ein: Man mag das Original sehr, kann es sich aber nicht leisten. Nichtmal mit Sparen. Also mag der eine oder andere sich mit der Kopie begnügen. Bei mir hängt auch kein echter Van Gogh im Flur, sondern ein Druck. Oder aber man möchte, dass der Rest der Welt denkt, es sei tatsächlich das Original. Denn man möchte, dass alle anderen denken, man könne es sich leisten.

Bei Grund zwei bin ich durchaus versucht, in die nächste Tischkante zu beißen. Der Fake als Eintrittskarte in einen exklusiven Club? Wenn das mal nicht in die Hose geht und irgendwer merkt, dass der Fake ein solcher ist... Noch erstaunlicher als die Vorstellung, mit einem Fake in den vermeintlichen Jetset aufzusteigen fand ich allerdings diejenigen, die meinten, dass Fakes ihnen den Spaß am Original verdirbt. Denn wenn Krethi und Plethi mit einem billigen Nachbau durch die Gegend wackeln, dann verliert er scheinbar an Exklusivität und der Status als Jetsetter ist in Gefahr. Joa, wenn das so ist... 

Ich werde mir also weder einen Fake von irgendwas zulegen (obwohl - so ein gefaktes Mini Cabrio zum halben Neupreis, den würde ich durchaus nehmen *grins*) noch werde ich eines der Bling-Bling-Kleidchen aus der „Aussehen wie ein Jetsetter“-Abteilung der Instyle kaufen. Ich lebe einfach mit dem fehlenden Reichtum. Also dem materiellen. Denn reich an Erfahrung bin ich ja. Es sind ja eh die inneren Werte, die zählen ;-)

Und ihr? Ist es für euch erstrebenswert, „reich“ auszusehen?

Liebe Grüße

Fran

Montag, 28. November 2016

Blümchen und Doc Martens


Passt ja eigentlich nicht so richtig zusammen, das Kleid mit den aufgestickten bunten Blümchen und die Doc Martens. Aber genauso wie das Kleid eigentlich gar nicht zu mir passt und trotzdem das meistgetragene Kleid im Herbst war, so passt die Sache mit den Docs halt doch. Finde ich. Zumindest farblich harmonieren Schuhe und Kleid hervorragend :-)

Das Kleid habe ich irgendwann im Spätsommer gekauft. Eigentlich ist es für alles unter 15 Grad viel zu dünn. Aber da es im Herbst und Winter nicht im Schrank versauern sollte, habe ich einfach nach warmen Kombipartnern gesucht. Nummer eins, die Allzweckwaffe: Eine Thermostrumpfhose. Die Dinger sind einfach richtig schön warm, die bringen jeden Rock und jedes Kleid respektive jedes Bein problemlos durch den Winter. Nummer zwei: Die Wickel-Strickjacke. Die lässt wenigstens die Blümchen auf der Vorderseite unangetastet und auch wenn sie augrund der Stoff-Fülle unter der Jacke nicht eben ein echter Figurschmeichler ist - warm ist sie :-)

Ich bin sicher, ihr kriegt das Kleid im Winter auch noch mit schwarzen Overknees auf die Augen, aber im Herbst mag ich lieber die Doc Martens, weil die so schön bunt sind. Klar sorgen die ganz gewiss nicht für den Eindruck von Gazellenbeinen - aber hey, ich bin ja auch keine Gazelle. Und mit der Farbe kann man immerhin die Umwelt auf sich aufmerksam machen ;-) Als ich die Docs vor einigen Jahren kaufte, wendete sich der Rest der Familie entsetzt ab und faselte was von „Geht gar nicht“. Kaum werden die Schuhe aber durch jede Instyle dieser Welt geschleift, finden zumindest die Kinder sie prima. Mein Mann fragt zwar immer noch, welche Waldbrände ich damit austreten möchte, aber auch der wird irgendwann, wenn wir von brennenden Bäumen umzingelt sind, die inneren Werte dieser Schuhe erkennen. Auf jeden Fall sind sie, auch wenn sie nicht so aussehen, ungemein bequem.

Ach, und falls ihr Euch fragt, was dieses Kissen auf dem Bild macht - so ganz genau weiß ich das auch nicht. Ich fand es einfach schön, dass das Kissen die gleiche Farbe hat wie die Schuhe. Und da meine Model-Qualitäten nicht so wirklich ausgeprägt sind, finde ich es weit angenehmer, irgendetwas in der Hand zu haben, während die gestrenge Frau Fotografin wieder mal sagt „Biete was an“. So ein Kissen kommt einem ausgeprägten Spieltrieb da sehr entgegen!

Außerdem findet mein Mann das Kissen genauso furchtbar wie die Schuhe. Und trotzdem ist er vor einiger Zeit freiwillig in die Möbel-Hölle des Grauens (so bezeichnet er aus unerfindlichen Gründen den nächstgelegenen Ikea) gefahren, weil ich genau dieses Kissen wollte. Normalerweise kriegen ihn keine zehn Pferde da rein. Aber ich habe wohl sooooo bemitleidenswert ausgesehen, dass er den Weg des Grauens auf sich genommen hat. Das muss Liebe sein. Oder er wollte, dass ich ein Hemd bügle. Oder etwas zu essen. So genau erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht mehr *grins*

Mit dem Doc Martens-Virus ist übrigens auch Gunda befallen. Hier und hier sind die guten Stücke zu sehen. Ebenfalls mit Blümchen. Geht also doch :-)









Liebe Grüße
Fran


Mittwoch, 23. November 2016

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Und wer nimmt Oma?

Moin ihr Lieben,

tja, nun ist es passiert. Ich habe es vor lauter Job und Privatleben nicht geschafft, einen Mittwochspost zu schreiben. Zeitmanagement sechs, setzen. Aber immerhin habt ihr jetzt auch frei und dürft die gewonnene Zeit für schöne Dinge einsetzen. Weihnachtsdeko im ganzen Haus verteilen vielleicht. Oder ein gutes Buch lesen. Oder einfach nur einen Kaffee oder Tee trinken und aus dem Fenster gucken. Kann auch ganz unterhaltsam sein :-)

Ich habe leider zur Zeit für nichts von alledem Zeit. Im Job zerren gefühlt alle an Armen und Beinen und wenn man dann noch beleidigte Ex-Bürgermeister an der Backe hat, die der Meinung sind, dass das Wahlsystem aufgrund von dummen Wählern, die diesmal jemand anderes gewählt haben, geändert werden muss, dann kann das auch schonmal nerven.

Privat ist ebenfalls Stress angesagt. Nein, ich habe weder meinen Mann wegoptimiert noch die Kinder ausgesetzt. Aber sich um Eltern zu kümmern, die ein paar Hundert Kilometer entfernt leben und deren Traum vom selbständigen Leben im eigenen Heim ganz plötzlich zerplatzt und für die eine neue Lösung gefunden werden muss, ist nicht unbedingt förderlich für die Entspannung. Ein Hoch auf die Großfamilie vor Ort, wer sie denn hat. Und falls nicht, hier ein kleiner Tipp: Es ist problemlos möglich, sich in Einrichtungen zum betreuten Wohnen unverbindlich auf eine Warteliste zu setzen. Man muss da nicht einziehen, sobald eine Wohnung frei wird. Aber man kann. Wenn man dagegen spontan und ruckzuck eine Wohnung braucht, ist das eine Art Roulette. Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Wo wir schon dabei sind: Unsere Eltern dürften ja alle nicht mehr ganz jung sein. Lebt ihr in der Nähe? Habt ihr jemals mit ihnen darüber geredet, was passiert, wenn was passiert? Wollen sie überhaupt darüber reden? Habt ihr irgendeinen Plan, wer sich wann und wie kümmert?

Ich habe jetzt zum zweiten Mal erlebt, wie schnell eine Situation sich dramatisch verschlechtern kann und wie schlimm es für alle Beteiligten sein kann, eine Lösung zu finden, wenn man sich vorher nicht mit einer solchen Situation beschäftigen mochte. Aber auch dieses Problem werden wir lösen. Bis dahin fällt allerdings eventuell der eine oder andere Post flach. Sorry dafür.

Liebe Grüße
Fran

Montag, 21. November 2016

ü30 Blogger & Friends Shopping Queens




So, heute geht es also los mit der Blogger Shopping Queen-Aktion unter erschwerten Bedingungen ;-) Keine 500 Euro, kein rosa Shoppingbus, aber immerhin auch niemand, der über den Inhalt meines Kleiderschrankes lästert, während ich auf der Suche nach dem It-Piece durch die Läden hechte. Das It-Piece hat mich allerdings bei der Ankündigung der Aktion eine Weile zaudern lassen. Besitze ich sowas? Was ist eigentlich ein It-Piece?

Die Instyle-Webseite meint dazu:

„Ein It-Piece ist ein Fashion-Statement, ein Kleidungsstück oder ein Accessoire, das total trendy ist und der Zeit voraus. Auf den ersten Blick ist ein It-Piece verrückt und untragbar, doch genau das macht es aus!“

Sorry, hab ich nicht. Statements gibt es von mir täglich in der Zeitung. Aber keine zum Anziehen. Total trendy ist mir in der Regel echt zu anstrengend und meiner Zeit voraus bin ich auch nicht. Vielmehr haste ich ständig meinem Plan hinterher ;-) Untragbares trage ich eher nicht. Darin friere ich immer so.

Und dann begab es sich, dass ich wieder mal durch meine Lieblings-Secondhand-Laden strolchte und hier und da einen Blick auf Regale und Kleiderständer warf. Tja, und dann hing sie da. Eine Samtjacke im Uniformstil. In hellblau, das je nach Lichteinfall auch mal mittelblau oder grau aussieht. Hach. Ich war hingerissen und musste sie natürlich sofort anprobieren, in der Hoffnung, dass das gute Stück sowieso zu klein ist. An Kleidergröße S habe ich mich nämlich auch nach sechs Jahren noch nicht gewöhnt. Ich greife automatisch noch immer zu L. Nunja, was soll ich sagen: Passte und rief „Mama“.

Nun, die Jacke ist vermutlich weder ein Fashion-Statement noch ihrer Zeit voraus. Aber für mich ist sie ein It-Piece. Punkt. Ein kleines bisschen verrückt ist sie nämlich schon. Untragbar allerdings definitiv nicht. Ich habe sie jetzt an verschiedenen Orten ausprobiert und bin nirgends rausgeflogen. Also tragbar :-) Vor allem in Kombination mit dem simplen Kleid. Ich habe übrigens Shopping-Queen-like einen Riesenstapel Jeans und Lederhosen dazu anprobiert, bevor ich bei diesem völlig unscheinbaren schwarzen Kleid anlangte, das eigentlich immer dann geht, wenn mir nun wirklich nichts anderes mehr einfällt. Dazu die Overknees, die dank der schwarzen, blickdichten Strümpfe eigentlich kaum ins Auge fallen und deren Besohlung leicht an Treckerreifen erinnert - bei Matschwetter unbezahlbar. Denn ohne diese Sohlen dürfte man die Samtstiefel wohl nur bei Sonnenschein und trockenem Boden tragen. DAS wäre schade. Schmuck habe ich wie eigentlich immer weggelassen, Nagellack auch. Da es keine Punkte gibt, gibt es dafür auch keinen Punktabzug :-)

Immerhin habe ich doch noch einen etwas ungewöhnlichen Laufsteg gefunden, nämlich die Wurzeln eines Baumes, der im kleinen Rest eines uralten Auwaldes direkt an der Elbe steht. Es müsste eine Weide sein, aber nagelt mich darauf bitte nicht fest :-). 













Parallel zu mir sind heute zwei weitere Teilnehmerinnen dran, die anderen präsentieren ihr It-Piece täglich bis Freitag. Viel Spaß beim Gucken!

Liebe Grüße
Fran


Sonntag, 20. November 2016

Ein making-of in Bildern

Morgen geht es los :-) Die Ü30-Blogger und Friends starten ihre November-Aktion. Irgendwann warf Moppi das Thema „1000 Folgen Shopping Queen“ in die Runde und alle waren begeistert. Von Montag bis Freitag gehen bei uns nicht fünf, sondern gleich zwölf Shopping-Queens auf die Suche nach dem perfekten Outfit rund um ein angesagtes It-Piece. Welches das ist, das darf natürlich jede für sich entscheiden.

Neben der Zahl der Teilnehmer gibt es noch weitere Unterschiede zum Original. Leider hat die Ü30-Portokasse es nicht hergegeben, jede Teilnehmerin mit 500 Euro auszustatten. Daher geht es voraussichtlich im eigenen Kleiderschrank auf die Suche. Welche It-Pieces sich da so verbergen, da bin ich selbst schon sehr gespannt.

Ach ja, weil wir keinen Guido haben und wir sowieso alle einzigartig sind, gibt es auch keine Punktewertung am Ende der Woche. Welches Outfit Euch am besten gefällt, das müsst ihr also entweder selbst entscheiden oder ihr beschließt, dass jede Teilnehmerin die Sache auf ihre ganz eigene Art hervorragend gemacht hat. Von letzterem bin ich hundertprozentig überzeugt!

Shopping Queen habe ich eine Zeitlang verfolgt, und zwar regelmäßig an Dienstagabenden, wenn ich Kinderdienst hatte, während mein Mann beim Training weilte. Gemeinsam mit den Tochterkindern habe ich dann die eine oder andere Folge der Vorwoche auf den Fernseher gestreamt und mich häufig königlich amüsiert. Tochter, klein, plädierte ständig dafür, dass ich doch mal mitmachen sollte, aber danke, kein Bedarf. Ich fände die Erfahrung, innerhalb von wenigen Stunden in Läden, die ich mir nicht unbedingt selbst aussuchen kann, ein Outfit zu einem Thema zusammenzustellen, zwar durchaus interessant. Aber dass derweil wildfremde Menschen meine Wohnung auf den Kopf stellen? Die Vorstellung finde ich gruselig. Ich gehöre zur Spezies „My home is my castle“. Und da kommt keiner rein, den ich nicht handverlesen habe ;-) Abgesehen davon habe ich dank meiner Schwester genügend Fernseherfahrung für dieses Leben sammeln dürfen.

Die Blogger-Edition dagegen hat richtig viel Spass gemacht. Und weil das so ist, bekommt ihr heute einen kleinen Vorgeschmack. Ein making-of in Bildern sozusagen. Natürlich ohne zu viel zu verraten :-)

Am Anfang stand die Suche nach dem It-Piece. Geht auch IT? Festplatte, Akku, Kartenleser? Ja, der Witz war flach. Aber er musste raus.

Also konzentrieren wir uns auf die It-Pieces der Modewelt. Besitze ich eigentlich It-Pieces?  Ja, wo sind sie denn?

Overknees? Oder sind die zu gewagt? Was würde Guido dazu sagen?

Doc Martens könnten tatsächlich als It-Pieces durchgehen, oder? Obwohl: Im Prinzip sind die ja nun ein alter Hut. Die gab es schon, als ich jung und knackig war. Jetzt bin ich noch das und. Sagt mein Mann ;-)

Also zu den Docs hätte ich sogar das passende Stilbruch-Kleid. Aber das geht nicht, das kennt ihr schon. Gar nicht so einfach. Könnte ich bitte in einen Laden rennen müssen?

Outfit ist ausgesucht. Welches, das erfahrt ihr morgen. Was ist mit einem Laufsteg? Der einzige Steg weit und breit ist dieser hier. Ein bisschen kurz. Nee, der geht nicht. Die Bootsstege im Hafen sind schon eingemottet. Mist. Kein Laufsteg.

Wie ich dann doch noch eine Art Laufsteg fand, mir fast die Haxen brach und wie meine Interpretation des Themas aussieht, gibt es morgen früh an dieser Stelle. Meine Kollegin fragte angesichts des Outfits nur amüsiert, ob ich mich jetzt für eine Re-Union der Beatles bewerben wolle.

Liebe Grüße
Fran


Freitag, 18. November 2016

Vom Laubharken und von Hoodies


Bevor irgendjemand fragt: Der Schnee auf diesen Bildern ist leider schon wieder weg :-( Dabei war er sooo schön und vor allem hat er das Laub verdeckt. Das hatte ich nämlich noch nicht weggeharkt, weil die Nussbäume ihre Blätter einfach nicht loslassen wollten. Deshalb gab es im Garten dann eine dicke Lage Laub, darauf Schnee und obendrauf wieder Laub. Sah ziemlich hübsch aus. Tja, der Schnee ist inzwischen geschmolzen, das Laub ist klatschnass und ich freue mich auf ein rund vierstündiges Workout am Sonntag, wenn ich den Rasen von der dicken Laubschicht befreie :-)

Gartenarbeit mache ich ja eigentich wirklich gern - wenn ich denn die nötige Zeit dafür habe. Denn normalerweise muss ich, wenn ich mich im Garten so richtig schön eingegroovt habe, schon wieder Kinder fahren, kurz etwas einkaufen, einen beruflichen Termin wahrnehmen oder was auch immer. Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln. Dann bleibt die Hälfte des Laubes liegen, der Wind verteilt die Reste gleichmäßig und irgendwie war die Arbeit sinnlos. Jedes Jahr im herbst schwöre ich Stein und Bein, im nächsten Frühling drei zusätzliche Laubrechen zu kaufen und den Rest der Familie mit einzuspannen. Und jedes Jahr im Frühling vergesse ich es. Wobei mein Mann die Sache mit dem Laubharken sowieso nicht mit dem nötigen Ernst betrachtet. Er ist durchaus in der Lage, das Zeug mit einem gezielten Rasenmäher-Einsatz zu pulverisieren. Welch Frevel!

Aber zurück zum Schnee: Um für den nötigen Kontrast zu sorgen, gibt es heute wieder die bewährte Kombi aus grau und schwarz an ein wenig weiß. Klingt gut, oder? In Wahrheit habe ich das Outfit am Morgen aus dem Schrank gezogen, um mit möglichst vielen Lagen dem drohenden Kältetod zu entkommen. Hoodies sind ja angeblich der neue Renner. Sagt es nicht weiter, aber bis vor sechs oder sieben Jahren habe ich fast nix anderes getragen. Jeans, Hoodie - damals hießen die allerdings noch Kapuzenpullis - und gut. Ich bin aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage, Hoodies ohne irgendwas drunter zu tragen. Muss ein psychischer Schaden sein. Vielleicht ist der behandelbar. Obenrüber meinen allerliebsten Mantel-Blazer in Übergröße und an die Beine bitte Leder, diesmal in der Jogginghosen-Variante.

Ein weiteres, psychisches Problem werfen meine Schuhe auf. Ich trage nämlich, und ich erwarte jetzt viel Mitleid, die Schuhe von Tochter, klein, auf. Ja, ihr lest richtig. Anstatt dass das Kind heimlich meine Schuhe trägt, trage ich ihre Fellboots, die sie im vergangenen Jahr bekam, und die ihr jetzt zu klein sind. Mir passen sie wie angegossen. Und weil die definitiv noch ein paar Jahre halten, habe ich sie halt geerbt. Zum Wegwerfen waren sie nämlich a) zu teuer und b) sind sie dazu viel zu schade. Sollte das psychische Folgen haben, werde ich Euch das mitteilen, damit ihr nicht in die gleiche Falle tappt ;-)

Habt einen wundervollen Freitag und passt auf, dass Eure Töchter Euch nicht über den Kopf wachsen :-)








Liebe Grüße

Fran


Hoodie & Bluse & Mantel: H&M
Hose: Forever 21
Schuhe: Sí Barcelona
Kaschmirschal: smilla
Tasche: Picard