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How to style basics: Kleider

Kleider habe ich bis vor ein paar Jahren gar nicht getragen. Im Schrank hing bis dahin einsam und verlassen das kleine Schwarze, weil das sein musste. Aber sonst? Keine Kleider. Ich wäre jahrzehntelang nicht freiwillig auf die Idee gekommen, ein Kleid anzuziehen. Einzige Ausnahme: Mein Brautkleid. Als Kind habe ich ständig Kleider tragen müssen getragen. Ich erinnere mich genau an ein ganz besonders grauenhaftes Exemplar. Es war damals absolut stylisch, rot-weiß und aus Kunstleder. Ich trug es zur Einschulung und habe geschwitzt wie Hupe. In dem Ding konnte man nicht rennen und nicht über den Spielplatz toben und überhaupt habe ich es gehasst.
Kleider waren von da an in meinen Augen todlangweilig, unpraktisch und überhaupt was für Damen jenseits der 60. Hosen waren cool. Und dann habe ich mir, nachdem ich ordentlich abgespeckt hatte, mit ungefähr 45 Jahren tatsächlich ein Sommerkleid für eine Party gekauft. Damit fing die Liebe zu Kleidern an. Ich probierte so ziemlich alles aus, was e…

Samtweste und halbseidene Journaille

Ja, ich weiß. Zerlöcherte Jeans sind out. „Man“ trägt sie nicht mehr. Last season sozusagen. Zugegebenermaßen hatte ich diese Jeans in den letzten Monaten ein paarmal in der Hand und erwog, die im Container auszusetzen. Ich habe es nicht übers Herz gebracht. Ich mag sie einfach. Auch wenn sie volle Kanne out ist.
In dagegen scheint dagegen im Moment, den Journalisten rauszukehren. Diese vermeintlich coole Berufsbezeichnung springt mir auf Instagram und auf Blogs zur Zeit quasi inflationär entgegen. Merkwürdig. Früher wollte kein Mensch Journalist sein. Die galten nämlich als aufdringlich, alkoholkrank und ein bisschen halbseiden. Das hat sich gründlich gewandelt. „Irgendwas mit Medien“ ist bei den Kids noch immer hoch im Kurs, wenn sie nach ihren Berufswünschen gefragt werden. Wobei das vermutlich eher in Richtung „total fame als Influencer“ geht und weniger in Richtung Journalismus.
Naja, und dazu kommt, dass natürlich jeder, der irgendwann irgendwo etwas veröffentlicht hat - und wenn …

Öko? Ich? Ein bisschen ;-)

Ich sehe täglich von mir geschriebene Artikel in der Zeitung. Nix Besonderes also, wenn mein Autorenkürzel irgendwo auftaucht, sollte man meinen. In diesem Fall allerdings schon :-) Denn normalerweise erscheint ein Bild von mir nur über einem Kommentar. Und weil der manchmal ganz schön böse sein kann, dient mein Konterfei ganz eventuell so einigen Menschen als Ziel auf der Dartscheibe... zumindest in zwei bis drei Fällen bin ich mir da absolut sicher.

Als vor einigen Monaten eine Redakteurin von Ökotest auf mich zukam und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, einen Beitrag für das neue Sonderheft "Kosmetik" zum Thema "Ideal und Wirklichkeit Ü50" zu schreiben, habe ich mich deshalb sehr gefreut. Normalerweise schreibe ich über Kommunalpolitik, über Kultur, manchmal über Sport und sogar über Dackelschauen. Diesmal durfte ich über mein Blogthema schreiben :-) Klar habe ich freudestrahlend ja gesagt.



Jetzt ist das Heft erschienen und als ich das Belegexemplar aus dem Bri…

#fashionpassion - ü30Blogger & Friends

fashionpassion - Leidenschaft für Mode. So heißt das Thema dieser Ü30-Bloggeraktion. Hm. Da muss ich Euch wohl gleich zu Beginn ein Geständnis machen. Im Gegensatz zu vielen anderen Blogerinnen war ich nämlich nicht schon als Kind fasziniert von Mode. Ich wollte niemals Modedesign studieren. Ich war viele Jahre lang in Kleidung unterwegs, die in erster Linie praktisch war. Bequemlichkeit ist mir bis heute das Wichtigste bei einem Outfit. Und ich war nie ein Markenjunkie und werde es wohl auch nicht mehr.

Dabei waren die Voraussetzungen eigentlich hervorragend. Meine Mutter war Damenschneiderin und hatte wirklich was drauf. Sie hat meiner Schwester und mir viele Jahre lang Kleider auf den Leib geschneidert. Blöderweise wussten wir das nicht wirklich zu schätzen. Ich weiß noch, dass wir zur Einschulung todschicke, damals absolut moderne Lederkleider in rot und weiß trugen. Das war Anfang der Siebziger und die Anregung für diese Kleider hatte meine Mutter aus einer Modezeitschrift, die ei…

London - Flugverspätungen und Hotelsuche

So langsam finde ich mich nach fünf Tagen London und Brighton im Alltagsleben wieder ein. Eingroßer Dank geht an meine allerliebste Familie, die vermutlich als kleiner Dank dafür, dass Mutter sich ausgerechnet über das Muttertagswochenende auf die Insel verdrückte, nicht nur dafür sorgte, dass ein Riesenwäscheberg, zuzüglich meines Kofferinhaltes dafür sorgt, dass es mir an Unterhaltung nicht fehlt :-) Aber was soll ich sagen? Mir egal :-) Nach fünf Tagen ganz allein, mit viel Zeit für alles, was ich mag, kann mich erstmal nix aus der Ruhe bringen. Auch die Basics-Serie nicht. Ich habe es nämlich beim besten Willen nicht geschafft, die nächste Folge fertigzumachen. Also gibt es die am nächsten Sonntag. Sorry. Erstmal ist London dran :-)

Aber fangen mir mal ganz vorn an. Bisher war der Flug nach London zwar früh, aber sonst problemlos. Diesmal nicht. Da steht man tapfer um halb drei (Hallo? Das ist kurz nach dem Zubettgehen) auf und düst zum Flughafen, weil das Flugzeug um kurz nach sec…