Freitag, 20. Januar 2017

Gut behütet - Strickkleid und Stiefel an Hut


Als Andrea mich fragte, ob ich bei der Aktion „Gut behütet“ mitmachen möchte, war meine erste Reaktion: Nö, lieber nicht. Meine liebe Familie behauptet nämlich standhaft, dass Mützen und Hüte aller Art mir nicht stehen. Jedes Mal, wenn ich wieder mit einer gerade entdeckten, in meinen Augen wirklich hübschen Kopfbedeckung um die Ecke biege, gucken die alle verständnislos und schütteln den Kopf. Egal ob Hut, Baseball-Cap oder Wollmütze - die drei behaupten ständig, dass ich außer Haaren am besten gar nix auf dem Kopf tragen sollte und zerren mich aus all den Hutläden, die ich mit Vorliebe entere.

Einmal allerdings waren sie zu langsam. Das war im vorletzten Jahr auf dem Weihnachtsmarkt. Kaum hatte ich dieses hübsche Exemplar entdeckt - ein handgemachter Hut aus Wollfilz - saß er auch schon auf meinem Kopf. Tja, und da half dann auch Kopfschütteln nicht mehr. Also durfte der Hut mit nach Hause. Wirklich oft trage ich ihn nicht, aber ab und zu darf er schon mal an die Luft.

Ich habe übrigens noch ein zweites Exemplar, seit fast 17 Jahren. Einen original australischen Ranger-Hut, den ich auf der Weltausstellung in Hannover im australischen Pavillon gekauft habe. Ihr erinnert Euch? Das war damals, als sich Ernst August von Hannover am türkischen Pavillon erleichterte und den hübschen Spitznamen „Pinkel-Prinz“ bekam. Damals war die Sache mit den Hüten noch etwas einfacher: Kind, groß, war gerade mal neun Monate alt und Kind, klein, noch nicht in Planung. Also konnte nur der Gatte mit dem Kopfe schütteln und alleine gegen mich hatte er keine Chance :-). Geheiratet habe ich ihn übrigens auch mit Hut. Mit einem weißen Zylinder. Eigentlich sollte unsere Hochzeitsreise nach Australien zu den olympischen Spielen gehen. Da hatten wir allerdings die Rechnung ohne den Nachwuchs gemacht, der in diesen  Planungen noch nicht vorkam. Tja, statt Sydney wurden es dann halt der australische Pavillon und der Hut. Die olympischen Spiele habe ich dann ein paar Jahre in London erlebt. War auch nicht schlecht.

Aber zurück zum Weihnachtsmarkt-Hut :-) Fragt mich nicht, wie der heißt. Vermutlich gibt es für diesen Hut eine Bezeichnung, die ich Banause einfach nicht kenne. Ich mag ihn trotzdem, vor allem im Herbst zu Strickkleid und Stiefeln.










Und? Was sagt ihr? Hut oder lieber nicht?

Liebe Grüße
Fran

Noch viel mehr Hüte und Mützen gibt es bei den anderen Teilnehmern der Aktion. Heute sind außer mir dabei:

Andrea https://hereiam-andrea.blogspot.de/
Love T. http://looksoflovet.blogspot.de/
Natascha http://www.champagnerzumfruehstueck.com/
Sara http://herz-und-leben.blogspot.de/
Tina http://tinaspinkfriday.blogspot.de/


Und in der vergangenen Woche gab es eine bunte Palette an Kopfbedeckungen auf den folgenden Blogs zu entdecken:

Andrea https://hereiam-andrea.blogspot.de/
Rena http://www.dressedwithsoul.com/
Sabina http://oceanbluestyle.blogspot.de/
Sabine http://achtstundensindkeintag.blogspot.de/
Steffi http://theblondeladylioness.com/
Sunny http://www.sunnys-side-of-life.de/
Tina http://tinaspinkfriday.blogspot.de/
Ari http://ari-sunshine.blogspot.de/
Bärbel http://uefuffzich.blogspot.com/
Ela http://elablogt.blogspot.de/
Ines http://www.meyrose.de/
Sabina http://oceanbluestyle.blogspot.de/
Sabine https://www.blingblingover50.de/



Mittwoch, 18. Januar 2017

Fernsehen für BestAger


Ich habe es getan. Dass ich krank war und mit der TV-Technik in diesem Haushalt nicht wirklich vertraut bin, gilt hoffentlich als mildernder Umstand. Ich habe nämlich, als ich mit diesem dämlichen Virus darniederlag, mehr als vier Stunden am Stück einen dieser öffentlich-rechtlichen Sender geguckt. Die mit dem Bildungsauftrag. Seitdem frage ich mich, wo genau die diesen Bildungsauftrag wohl hin gelegt haben und ob die den noch jemals wiederfinden.

Los ging es mit „Soko Stuttgart“. Die ermittelten aber nicht wirklich in Stuttgarten, sondern immerhin so weiträumig, dass sie Leichen im Karwendelgebirge bergen mussten. Wenn ich es mir recht überlege, war die Sache mit dem Bildungsauftrag damit aber auch schon erfüllt. Denn immerhin habe ich tatsächlich gegoogelt, wo dieses Karwendelgebirge ist. Ziemlich weit weg von Stuttgart. Weiß ich jetzt. Wusste ich vorher nicht wirklich. Ha, also was gelernt! Die Ermittlungen waren allerdings grottenlangweilig, genauso wie der Fall. Also ganz ehrlich: So doof sind die Schwaben nun auch nicht, dass man deren Polizisten derartig profane Verbrechen zumuten müsste.

Danach ein echtes Highlight: „Leute heute“. Endlich weiß ich, dass Mette-Marit und Hakoon einem Trupp Suchhunde irgendwo in der Nähe von Oslo einen Besuch abgestattet haben. Toll. Geregnet hats. Wow! Habe gegoogelt, ob ich die Namen richtig geschrieben habe. Also doch wieder Bildungsauftrag erfüllt :-) Ansonsten frage ich mich, wen Nachrichten dieser Art interessieren. Aber sämtliche Frau im Spiegel-artige Pamphlete haben ja auch ihre Leserschaft. Es gibt sie also scheinbar, die Menschen, die das mögen. Ich bin regelmäßig eingenickt.

Sehr amüsiert habe ich mich dann über „Notruf Hafenkante“. Dass das pittoreske „Polizeirevier“ an der Kehrwiederspitze eigentlich ein Gebäude der Wasserschutzpolizei ist - who cares? Dass die Beamten aus diesem Revier auch für Verkehrsunfälle in Langenhorn, also diverse Kilometer nördlich, zuständig sind und bei Bedarf und wenn Gefahr im Verzug ist, auch mal schnell nach Norderstedt fahren anstatt die dortigen Kollegen anzufunken - äh ja. Das ist bestimmt eine Folge der Sparpolitik. Ich überlege, ob ich vielleicht eine Online-Petition zur besseren Finanzierung der Hamburger Polizei starten sollte. Die armen Jungs. Eins haben die allerdings raus: Von der Speicherstadt bis nach Wilhelmsburg brauchen die bei einer Verfolgungsjagd keine 20 Sekunden. Ich hätte bitte danke gern eine genaue Wegbeschreibung. Ich brauch da immer viel länger.

Im Anschluss habe ich da was verschlafen. Als ich wach wurde, gab es eine echte Perle deutschen Unterhaltungsfernsehens: „Der Bergdoktor“. Ich verschone Euch mit näheren Beschreibungen. Da hab ich übrigens auch nix mehr gegoogelt, sondern nur noch gestaunt. Heroische Ärzte, die herztransplantierten, depressiven Patienten wieder eine neue Lebensperspektive bieten, indem sie mal schnell ihre Zulassung aufs Spiel setzen - aber ist ja für nen guten Zweck :-) Übrigens scheint in der Heimat des Bergdoktors immer die Sonne. Ich glaub, da zieh ich hin. Wenn dann mal jemand diese Berge da abtragen können? Immer hoch und runter - das isses auf Dauer nicht so. Aber hübsche Kühe gibt es da.

Das absolute Highlight waren aber: Die Werbepausen! Da bekommt das Wort BestAger, für die das Programm ja gemacht ist, eine ganz neue Bedeutung! Ungefähr 40 Prozent der Spots entfielen auf mehr oder weniger obskure Diätmittelchen wie „Gracia, die Schlankheitspille“, mit der die hübsche junge Frau auf dem Sofa es geschafft hat, wieder in ihre Lieblingsjeans zu passen. Wow! Die Pille ist rein pflanzlich, kann also wirklich nicht schaden. Warum sich noch irgendjemand mit fdH oder sowas rumplagt, ist mir ein Rätsel. Guckt ZDF! Weitere 40 Prozent der Spots klärten mich endlich darüber auf, welche Wundermittelchen ich gegen Völlegefühl, Blähungen und nächtliches aufs-Klo-müssen nehmen sollte. Also falls ich mal drunter leiden sollte. Man kann ja nie früh genug vorsorgen. Und dann war da noch die Werbung für Gesichtspflege. Die hat mich besonders geschockt, denn die benutze ich tatsächlich. Auf jeden Fall das Serum. Mist. Habe kurz überlegt, ob ich das Zeug jetzt wegwerfen sollte. Womöglich kommen demnächst Völlegefühl, Blähungen und nächtliches-aufs-Klo-müssen.

Ich weiß auf jeden Fall genau, dass ich kein BestAger sein möchte, wenn ich dann regelmäßig sowas gucken muss. Einmal hat gereicht. Für künftige Krankheitsfälle habe ich inzwischen gelernt, den Fernseher zu bedienen.

Liebe Grüße

Fran

Montag, 16. Januar 2017

Ein Schrank voll nix anzuziehen: Das Zebrakleid


Nachdem wir gestern die Netzstrümpfe am Wickel äh, am Zwickel hatten, gibt es heute wieder ein Kleid, und zwar eines meiner Lieblingskleider. Eigentlich habe ich es ja so gar nicht mit Tierprints. Schmetterlinge, Kätzchen oder niedliche Vogelprints wird man in meinem Kleiderschrank definitiv nicht finden. Da gibt es nur zwei bildliche Darstellungen von Tieren. Einen Kaninchen-Pullover hier und das Zebrakleid.

Das ist eigentlich für schöne Herbsttage gemacht. Habe ich euch auch schon gezeigt, und zwar hier. Aber mit einem dicken Pullover wird auch dieses Kleid winterfest. Und dick ist der Pullover in der Tat, der ist nämlich aus gewalkter Wolle. Ich gehöre ja eher zum Team „Pullover über Kleid“, während ich ganz oft sehe, dass andere Blogger die Kleidersaison mit einem Shirt unterm Kleid verlängern. Vermutlich bin ich noch nie auf diese Idee gekommen, weil ich enge Shirts in der Langarmversion so gar nicht mag. Die machen mich wahnsinnig, warum auch immer. Also lieber einen Pullover rüberwerfen, bestenfalls einen mit weiten Ärmeln. Dann dauert es zwar ein paar Sekunden länger, bevor die Pulloverärmel vorschriftsmäßig im Mantel verstaut sind, aber die Zeit habe ich. Meistens. Und falls nicht, wäre ich vermutlich eh zu spät gekommen. Das kennen die meisten Menschen schon. In meiner Lieblings-Gemeinde warten die Ausschüsse inzwischen auf mich und fangen mit ihren Sitzungen erst an, wenn ich auch eingetrudelt bin. Das wiederum sorgt dafür, dass ich mich tatsächlich sehr bemühe, dort pünktlich zu sein.

A propos pünktlich: Der Winter ist sogar hier pünktlich genau zu dem Zeitpunkt eingetrudelt, an dem ich eigentlich angefangen hatte nachzudenken, wie schön es wäre, wenn sich jetzt mal so ein kleines bisschen Frühling zeigt. Ich falle nämlich jedes Jahr aufs Neue auf den uralten Trick rein: Nach Weihnachten und Jahreswende ist der Winter gefühlt zu Ende. Nee, ist er nicht. Nur weil in jedem Supermarkt Hunderte von Tulpen und die ersten Schokohasen auf arme Opfer warten, ist noch lange nicht Frühling.

Also die Thermostrumpfhose an die Beine geworfen, schnee- und rutschfeste Schuhe an die Füße, Handschuhe nicht vergessen und ab geht die wilde Luzie. Die heißt in diesem Fall Fine. Das einzige Mitglied unseres Haushaltes, der sich über Schnee nach Weihnachten so richtig freut. Man kann im Schnee nämlich prima auf dem Rücken den Deich runterrutschen, wenn man ein Labrador ist. Danke, ich verzichte dann doch gern auf dieses Vergügen. Und weil das liebe Finchen im Schnee immer so richtig aufdreht, erwies sie sich bei diesem Shooting als echte Fotobombe. Normalerweise bummelt sie so vor sich hin, nimmt hier mal ein Näschen und guckt da mal, ob es was Neues gibt und achtet darauf, die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht unnötig zu erhöhen. Diesmal rannte sie wie  von der Tarantel gestochen durch das Bild, hüpfte graziös in die Höhe und hätte fast die Frau Fotografin umgerannt. Vermutlich hat sie nachts heimlich Germanys Next TopDog geguckt und will jetzt Karriere machen...









Liebe Grüße

Fran


Kleid und Mantel: & other stories
Pullover: H&M Trend
Schuhe: Zara

Sonntag, 15. Januar 2017

How to: Netzstrümpfe gar nicht horizontal


„Overknees? Netzstrümpfe? Nie im Leben! Ich will doch nicht mit jemandem aus dem horizontalen Gewerbe verwechselt werden! Nee, also solche Modetrends gehen echt gar nicht“, schimpfte kürzlich eine Kundin im Schuhgeschäft meiner Wahl entrüstet und kopfschüttelnd, als sie das große Angebot an Overknees inspizierte. Wozu genau sie die unter die Lupe nehmen wollte, wenn die doch gar nicht gehen? Aber das soll nicht mein Problem sein. Modetrends muss ja nicht jeder mögen. Aber dass man mit Netzstrümpfen oder Overknees gleich ins horizontale Gewerbe abrutscht - nö. Sehe ich anders.

Allerdings hat die Sache mit der Verwechslung mit einer Dame aus dem horizontalen Gewerbe bei mir schonmal nicht so recht geklappt. Das ist fast 30 Jahre her, ich arbeitete damals in Düsseldorf und war mit meinen Kollegen nach Redaktionsschluss noch unterwegs gewesen. Irgendwann sollte mein treuer, roter Käfer - Gott hab ihn selig - mich dann nach Hause bringen. Das sah das Käferchen aber ganz anders und brachte mich nur ein paar Kilometer weit. Dann ging nix mehr. Als Besitzer eines uralten Käfers war man natürlich ADAC-Mitglied und ich fand auch tatsächlich nicht weit entfernt eine Telefonzelle (sollten hier jüngere Menschen mitlesen: Das waren die Handys von damals. Die waren leider zu groß, um sie in die Tasche zu stecken, kannten das Internet nicht und wollten ständig Bargeld) und gab dem Pannenservice meine Standort durch. Ich wunderte mich zwar über die immens gute Laune des Menschen am anderen Ende der Leitung, der mir sagte, dass ich voraussichtlich rund eine Stunde warten müsste, aber vielleicht hatte der ja einfach nur einen guten Tag.

Noch mehr wunderte ich mich dann beim Warten über die anderen Autofahrer. Es war Sommer, es war warm und ich wartete also rauchend an mein Autochen gelehnt. Aber warum zum Teufel bremsten alle anderen Autofahrer ab und gaben dann wieder plötzlich Gas? Bei den ersten beiden Autos dachte ich ja tatsächlich noch an plötzlich aufkeimende Hilfsbereitschaft, aber nach dem zehnten abbremsenden und weiterfahrenden Auto fand ich das so komisch, dass ich mich einfach hinters Steuer klemmte und dort weiter wartete. Und siehte da: Keiner bremste mehr. Geht doch.

Die Auflösung könnt ihr Euch vermutlich schon denken. Ich hatte mir für meine Panne einen Logenplatz mitten auf dem Düsseldorfer Straßenstrich ausgesucht. Das verriet mir der ADAC-Mann, der kurz darauf kam und mich rettete :-)

Da ich also quasi schriftlich habe, dass selbst vor fast 30 Jahren keine Verwechslungsgefahr mit einer Dame des horizontalen Gewerbes bestand, und sich das bis heute ganz sicher nicht geändert hat, darf ich also völlig ungerührt Overknees und Netzstrümpfe tragen. Heute geht es um Letztere. Overknees kommen dann später. Beziehungsweise die gab es natürlich längst. Hier zum Beispiel. Und hier.

Aber zurück zum Netzstrumpf. Den gibt es bei mir in eher homöopathischen Dosen. Etwa unter einer zerlöcherten Jeans. Da fällt er nicht auf den ersten Blick ins Auge, ist aber trotzdem ein Hingucker. Abgesehen davon wärmen Netzstrümpfe tatsächlich - nicht wirklich gut, aber es reicht, um eine destroyed Jeans wintertauglich zu machen.



Wer keine zerlöcherte Jeans hat, kann die Sache mit den Netzstrümpfen auch einfach anstatt ganz normaler Socken ausprobieren. Für mich persönlich gilt da allerdings: Entweder Schuh oder Hose beziehungsweise Rock müssen ziemlich derb sein. Wenn ich also eine Lacklederhose trage, dann derbe Schuhe dazu, da gehen sogar Uggs. Keine feinen Stiefeletten und schon gar keine Pumps oder Ballerinas. Die Stiefeletten dürfen dann an die Füße, wenn obenrum eine abgeranzte Jeans zu sehen ist. 



Ich denke mal, mit solchen Kombinationen ist die Verwechslungsgefahr gebannt. Oder? Was meint ihr?

Liebe Grüße

Fran

Freitag, 13. Januar 2017

Ein Schrank voll nix anzuziehen: Die Gouvernante im Winter


Kennt ihr das, wenn man auf dem Sofa liegt, bibbernd in eine Kuscheldecke gehüllt, einem alles weh tut und das Hirn sich wie ein großer Klumpen Watte anfühlt? Genauso geht es mir gerade. Tochter, groß, hat den Virus angeschleppt, der Gatte hat ihn dankend weitergetragen und ich habe natürlich auch laut „hier“ geschrien. Immerhin ist Tochter, klein, noch fit und kann die Hundegänge übernehmen :-)

In meiner grenzenlosen Euphorie dachte ich bei den ersten Anzeichen ja noch, dass so ein paar kranke Tage doch eine gute Idee sind, um gaaaanz viele Blogposts vorzubereiten. Äh ja. Sieht man von der Tatsache ab, dass gerade sowieso nur ein paar wenige Fotos in der Pipeline sind, ich zur Zeit Augenringe von hier bis Madagaskar habe und aussehe wie ein Schluck Wasser in der Kurve, macht mir da auch das Watte-Hirn einen Strich durch die Rechnung. Vor allem dann, wenn man parallel dem Gatten einen Einkaufszettel diktiert oder ständig beim Tippen einschläft.

Also gibt es heute aus der Reihe „Ein Schrank voll nix anzuziehen“ noch ein Kleid, das ihr bereits aus dem Sommer kennt und das ich wintertauglich gemacht habe. Cardigan, Strumpfhosen, Stiefel und Mantel reichen, um das Ganze kälteresistent zu stylen. Hier herrscht allerdings auch nicht die sibirische Kälte, die scheinbar zur Zeit Süddeutschland heimsucht. Wir haben modderig-matschige vier Grad, wie immer. Die Stiefel laufen zwar unter der Bezeichnung „Overknees“, aber genau genommen sind sie Overknees für Feigling *grins*. Eine sehr gemäßigte Version eben, die von Robin Hood und seinen tapferen Mannen inspiriert wurden. Zur Zeit sind allerdings wieder mal alle Absätze dieser Welt verboten. Warum, das erzähle ich Euch nächste Woche, wenn ich selbst Genaues weiß.






So, ich hol mir noch eine Grippostad. Gehabt Euch wohl und haltet Euch fern von allen Viren! 

Liebe Grüße
Fran


Kleid & Stiefel: Zara
Cardigan: Paule Ka
Mantel: & other stories

Mittwoch, 11. Januar 2017

Für den Lacher zwischendurch: Outtakes

Fotoshootings sind Fluch und Segen zugleich beim Bloggen. Fluch deshalb, weil das Wetter und das Licht zumindest einigermaßen stimmen sollten und dann auch noch eines der Kinder Zeit und Lust zum Fotografieren haben muss. Gottseidank habe ich zwei von der Sorte ;-) Während Kind groß im Winter kaum jemals früh genug Schulschluss hat, um überhaupt noch Fotolicht zu erwischen, müssen zwischen November und März vermehrt die Wochenenden genutzt werden. Da stehen aber blöderweise Verabredungen und Lernstress im Mittelpunkt. Oder das Wetter spielt nicht mit. Wie gut, dass Kind, klein, ebenfalls mit der Kamera umgehen kann. Und in einigen Wochen wird sie es noch viel besser können, denn Ende Januar beginnt ihr Praktikum in einem großen Hamburger Fotostudio. Sie deutete allerdings bereits an, dass die Fotos aus professioneller Hand dann etwas teurer werden könnten *grins* Um die Preise zu drücken werde ich wohl den besten Mann der Welt zum Blog-Fotografen ausbilden müssen *seufz* Da tun sich Probleme auf, an die ich in meiner Vor-Blogger-Zeit nie gedacht habe. Tse.

Wenn wir allerdings einen Termin gefunden haben, haben wir in der Regel einen Riesenspaß an der Sache. Das Model-Dasein geht mir zwar völlig ab und ich bin durchaus froh, dass ich „was Vernünftiges“ gelernt habe ;-) Mein Geld als lebende Kleiderstange zu verdienen wäre wohl mein finanzieller Ruin. Allein die Aufforderung „biete mal was an“ lässt mich in der Regel eher vor Lachen prusten als mich in Pose zu werfen.

Die Ergebnisse, die ihr hier normalerweise seht, sind aus 50 bis 100 Fotos ausgesucht. Das geht mittlerweile rasend schnell. Normalerweise landet der Ausschuss in der digitalen Mülltonne. Manchmal sind allerdings wirklich komische Aufnahmen dabei, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Also gibt es heute mal Outtakes, die eigentlich nie das Licht des Blogs erblicken sollten. Nachdem wir vermutlich alle die erste Woche „Ernst des Lebens“ im neuen Jahr erleben dürfen, sorgt das vielleicht für einen befreienden Lacher zwischendurch.

Das Killerkissen greift an! Ich konnte es mit letzter Kraft abwehren. Sonst wäre der Blog tragisch geendet.
Augen zumachen, blöder Gesichtsausdruck, Bauch rau. Kann ich!
Während ich froh bin, die Kletterpartie auf den ollen Rundballen hinter mir zu haben, schleicht sich von hinten jemand an.
Und stiehlt der Frau Bloggerin die Show. Ich hatte das Klettern natürlich vorher verboten.
Aufwärmgymnastik für Senioren ;-)
Och nee ey, da war eine Mücke. Ich schwöre! Normalerweise gucke ich intelligenter.
Fransen haben Nachteile. Sie blieben überall hängen. Was muss ich auch durch den halben Wald kraxeln.
Lockeres Sitzen auf dem Zaun erfordert sorgfältige Vorbereitung. Klettern zum Beispiel. So ungraziös schafft das keiner sonst zwischen hier und Madagaskar, wetten?
Füße und Taschen gleichzeitig anheben UND gleichzeitig intelligent gucken erfordert geistige Flexibilität. Die habe ich scheinbar nicht.
Aber blöd gucken, das kann ich. MIT Hasenzähnen. Ist auch ein Talent.
Kind, mach hinne. Ich muss mal!
Es ist jetzt wirklich eilig! Los, mach schneller, Kind. Sonst gibt es ein Unglück!
Fotoshootings bei Windstärke sieben sind kein Ponyschlecken! Ich bin nicht Marilyn, ich kann keinen Wind ab.
Das Kind ist längst schussbereit, nur Muttern muss noch den Lippenstift nachziehen. Jetzt aber fix!

Liebe Grüße

Fran

Montag, 9. Januar 2017

Ein Schrank voll nix anzuziehen - Lieblingskleid von Kenzo@H&M


Die Designerkollektionen bei Hasi und Mausi waren vor Jahren schwer begehrt. Inzwischen hat der Hype merklich nachgelassen und die guten Stücke liegen scheinbar wie Blei in den Regalen. Und landete der Überschuss früher mal im Sale, verschwindet das, was nicht verkauft wird, nach rund acht Wochen inzwischen sang- und klanglos aus dem Online-Shop. Denn auf dem H&M-Grabbeltisch mögen die kooperierenden Designer vermutlich auch nicht enden. Kommen die Rest jetzt in den Schredder, oder ins Museum oder werden die klammheimlich und nach Raustrennen der Etiketten in Drittweltländer verfrachtet? Weiß das jemand?

Die letzte Designerkollektion mit Kenzo ereilte ebenfalls das traurige Schicksal des Blei in den Regalen. Kurz nach dem Start war der Großteil zwar erstmal ausverkauft, aber innerhalb von ein paar Wochen trudelten die Rücksendungen wieder ein. Ein Blick auf die Werbung hatte mir eigentlich gereicht. Denn das, was da geboten wurde, war mir dann doch etwas zu kunterbunt. Das eine oder andere Stück, das in meinen Augen prima als Karnevals-Basic hätte dienen können, war zwar dabei. Aber so richtig begeistert war ich von nix. Mit Ausnahme von einem Kleid. Das war nämlich immerhin schwarzgrundig (wichtig!), ziemlich blau (blau ist gut) und der Rest der Farben hielt sich zurück. Außerdem war es aus Seide. Und während man bei Hasi und Mausi die Kleidung aus Seide in den normalen Kollektionen am besten gleich zum Putzlappen umfunktioniert - die hat nämlich eine gruselige Qualität, ist die in den Designerkollektionen verwendete Seide durchaus einen Blick wert. Zumindest war das in den letzten Jahren so.

Als also das Kleid, auf das ich ein Auge geworfen hatte, wieder zu haben war, landete es schlussendlich bei mir. ich liebe es. Nicht weil irgendwo im Etikett Kenzo steht. Da könnte wegen mir auch Kannste stehen. Aber die Seide ist richtig schwer und fällt wunderbar, die Farben sind schön und der Schnitt inklusive Taschen - ich liebe Kleider mit Taschen - ist genau meins. Weit. Marke Kartoffelsack, wie meine Damen Töchter jetzt wieder im Chor singen würden. Mag sein. Kurz, so dass man es entweder über einer Hose oder mit Stiefeln tragen kann. Oder, wie in diesem Fall, mit Overknees. Da sich die sibirische Kälte (äh, kam die eigentlich aus Sibirien oder tun wir diesem armen Landstrich schon wieder bitteres Unrecht?) aus Norddeutschland inzwischen wieder verzogen hat, reicht obenrum eine Lederjacke. Ohne war es ganz schön kalt, aber für Euch tu ich ja alles, auch ohne Jacke rumhüpfen :-)









Habt ihr jemals bei den Designer-Kooperationen von H&M zugegriffen? Wenn ja, bei welcher?

Liebe Grüße

Fran